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Rhone Runners 2020 – ein spezielles Jahr

Die Renndaten waren dick angestrichen, die Vorbereitung lief auf Hochtouren und der Höhepunkt wäre eine gemeinsame Reise nach Amsterdam gewesen mit einem 8 Kilometer Lauf, einem Halbmarathon oder auch einem Marathon.


Doch es kam anders. Im März 2020 holte uns der heimtückische Virus COVID-19 ein und auf einmal war nichts mehr wie es war. Gemeinsamer Sport war nicht mehr möglich oder nur noch in kleinen Gruppen. Aber immerhin, wir konnten immer draussen trainieren-, während es in anderen Ländern Ausgangssperren gab und ein normales Training nicht mehr möglich war. So sah man auch die kuriosesten Trainings zu Hause mit Treppenlaufen, Marathon um den Küchentisch usw.


Im Sommer gab es eine kleine Entwarnung und im Herbst gab es auch wieder den einen oder anderen Wettkampf, auch wenn der Start noch mit Maske zu erfolgen hatte. Was aber sehr auffällig war, es wurde sehr viel trainiert und es wurden auch sehr lange Läufe oder lange Radtouren gemacht. Es gab auch ganz «Verrückte», wie zB. Marion, die lief am Tag des abgesagten Hunderter von Biel die Hundert Kilometer quer durchs Wallis.


Marion mit ihrem Begleittross bei den 100 Kilometer



Einige der Rhone Runners haben dieses Jahr so viele Kilometer oder Höhenmeter gemacht wie noch nie zuvor. Madeleine und Marco Summermatter haben immer noch das Ziel, 100'000 Höhenmeter im Jahr 2020 zu erreichen. Dies heisst, 90 Mal von Mörel aus in die Aletscharena oder alle vier Tage mindestens 1'100 Höhenmeter.


Wettkämpfe


Mattmark Memorial. Einer der wenigen Wettkämpfe im Wallis. Es gibt einen Halbmarathon und einen 8 Kilometer Lauf. Ziel beider Läufe ist auf der Krone des Mattmarkstaudamms auf 2'197 über Meer.



Nadja wagte sich an den Halbmarathon mit 810 Höhemetern und dem Start in Saas-Balen und Sandro, Madeleine und Marco liefen die Seerunde.



Auch das gibt es im Wallis – den Stoneman Glaciara

127 Kilometer und 4'700 Höhenmeter, zwischen zahlreichen Viertausendern, schöner Walliser Dörfer und natürlich dem Aletschgletscher. Man kann ihn an einem Tag (nur für Topfahrer) oder an mehreren Tagen absolvieren oder aber auch mit dem E-Bike.


Thomas (mit dem Blick auf den Aletschgletscher) und Romeo schafften es gemeinsam an einem Tag.



Swiss Marathon Light - Auch wenn das Jahr sehr bescheiden an Wettkämpfen war, schaffte es Stephanie, eine neue Bestzeit über 10 Kilometer zu laufen. Dies beim Swiss Marathon Light in 51:36.

Stephanie mit Freude auf den letzten Metern zu einer neuen Bestzeit…und in diesem Jahr erstmals mit mehr als tausend Kilometern…



die beiden Coaches, welche vorher den Halbmarathon bestritten, der zukünftige Schwiegervater von Stephanie und sein Sohn Fernando waren zufrieden.




Trainings


Nachfolgend noch einige Eindrücke und ein paar Bilder aus den Trainings im Jahr 2020



Madeleine, Marion und Natalie auf dem Barrhorn, 3'610 MüM. Es ist der höchste Berg der Schweiz, der über Wanderwege erreichbar ist.

Oberems - Barrhorn – Oberems

20.40 Km und 1'703 HM



Romeo setzte noch einen drauf und machte ein Bike und Run auf das äussere Barrhorn.

114 Km und 3'100 Höhenmeter



Astrid liebt die Berge, Landwirtschaft und lange Trailläufe. Sie hat auch schon den Ultralauf in Zermatt bestritten.


Thomas auf dem Simplonpass, 2005 Meter über Meer beim Wahrzeichen , dem Simplonadler nach getaner Arbeit.




Stefi anlässlich eines V-Race über 5 Kilometer und bei seinem 60. Geburtstag umrahmt wie immer von vielen Frauen. Diesen Titel macht ihm nur André streitig.



Ohne Training ging auch der 58. Geburtstag von Beda nicht. Über 100 Kilometer und mehr als 2000 Höhenmeter. Dafür organisierte Fernando ein Apéro.


Madeleine und Natalie bei einem Trainingslauf: Siders Zinal im November 2020, 31 Km und 2000 Hm. Eine Woche später hatte es einen Meter Schnee…




Und Marco beim Trail des Châteux in Sion-dieser fand noch vor der Pandemie statt. Der nächste Trail des Châteux findet am 1. Mai 2021 statt.


Im Sommer waren Trainings in grösseren Gruppen möglich.



Und noch ein paar Ferieneindrücke, entweder vor Corona oder dann im Sommer...



Fuerteventura im Februar: Die alte Generation fährt Velo und zwischendurch gibt es auch noch Lauftrainings. Kari zog es vor, nur die Laufschuhe zu schnüren



André Escher, einer der wenigen, die sich im Herbst noch ins Ausland trauten. Er hat es sichtlich genossen. Zwischendurch hat er natürlich noch trainiert.



Fernando und Stephanie trainierten im Cinque Terre.


Im Sommer ging es ein paar Tage nach St. Moritz/Sils Maria.

Irina, Remo, Beda und Thomas genossen ein paar gemeinsame Trainings.



Am 23. April liefen Toni und ich (Beda) zusammen von Brig über Mörel – Betten – Martisberg – Lax nach Fieschertal. 23.5 Kilometer und 922 Höhenmeter. In der Corona-Zeit hatten wir viel zusammen trainiert, entweder auf dem Velo oder zu Fuss. Toni war in einer super Form. Leider hat ein Virus kurze Zeit später sein Herz angegriffen. Nach mehreren schweren Operationen am Herz geht es Toni in der Zwischenzeit wieder besser. Toni hat die grösste Erfahrung im Ausdauerbereich in unserem Team und konnte zahlreiche Erfolge feiern. Er wird in Zukunft vermehrt Betreuungsaufgaben im Team übernehmen.



Fazit


Rückblickend können wir doch sagen, dass wir immer Sport treiben konnten und das es sportlich doch ein gutes Jahr war. Selbstverständlich freuen wir uns auf unbeschwerte Trainings in der Gruppe und auch wieder auf den einen oder anderen Wettkampf.


Wir denken aber auch an die vielen Opfer und Einschränkungen, welche mit der Pandemie verbunden waren. In diesen Minuten denken wir an alle, für welche das Jahr sehr hart war, weil sie eine geliebte Person verloren haben.


Die Pandemie hatte aber auch schöne Seiten. Man unternahm Ausflüge, welche man sonst nicht gemacht hätte, blieb für die Ferien in der Schweiz und erlebte so Sachen, welche man sonst vielleicht nie erlebt hätte. Mein persönliches Highlight war eine Wanderwoche mit meiner 90-jährigen Mutter und der Familie in der Schweiz.




Wir Rhone Runners wünschen allen schöne Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Und wer Lust hat, kommt doch einmal in unser Training.



Bericht von Beda Albrecht.

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