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Rennbericht Inferno Triathlon Team Trophy 2021

In den Wintermonaten 20/21 haben sich Fernando, Thomas und Romeo zusammengefunden um eine Männerstaffel am Inferno Triathlon als Herrenteam auf die Beine zu stellen.




Die Rollenverteilung war ziemlich schnell ausgemacht. Fernando Albrecht stellt sich gerne als Rennradfahrer, Thomas Gruber als Mountainbiker und Romeo Imhof als Bergläufer zur Verfügung. Für die Disziplin «Schwimmen» machen sie sich beim «Triathlonclub Oberwallis» auf die Suche nach einem Schwimmer. Mit Eric Werfeli finden sie einen erfahrenen Freiwasserschwimmer. Das Herrenstaffelteam «Rhone Triathlonteam» ist komplett und ambitioniert. Der Sieg ein gemeinsames Ziel.

Samstag 21. August 21, Der Inferno Triathlon findet statt. Das Wetter spielt mit. Ein schöner Sommertag steht bevor. Die Vier haben in ihrer jeweiligen Sportart hart trainiert. Es ist angerichtet.


Eric begibt sich nach einem kurzen Einschwimmen im Pool in den 15 Grad kalten Thunersee. Er wirkt sehr locker, aber dennoch fokussiert. Sein Ziel (das Schloss Oberhofen), welches noch in der Dämmerung des Morgens leuchtet, ist 3,1 km entfernt. 06:30 Uhr der Startschuss fällt und Singletriathleten und Staffelwettkämpfer verschiedener Kategorien stürzen sich ins Wasser. Eine kleine Sandbank gleich zu Beginn sorgt für etwas Unruhe bei den Athleten. Die Einen versuchen zu laufen, die anderen mit Delphinsprüngen sich eine optimale Ausgangslage zu verschaffen. Während Eric in seinem Rhythmus schwimmt, begibt sich Fernando zur Wechselzone in Oberhofen. Bei Eric läuft das Schwimmen optimal, ab und an muss er sich auf Grund fehlender Bojen (Streckenmarkierung) das Kraulen für einen kurzen Orientierungsblick unterbrechen. Nach 00:57.21 h Schwimmen (3 min unter Marschtabelle) übergibt Eric den Transponder im Rang 7 an Fernando.


Fernando nimmt schnell Fahrt auf und kommt bereits nach wenigen hundert Metern in die erste Steigung. Seine Strecke verläuft von Oberhofen nach Sigriswil über Beatenberg nach Interlaken, dem Brienzersee entlang nach Meiringen über die Grosse Scheidegg und hinunter nach Grindelwald (Total 97 km mit 2145 hm). In Interlaken positionieren sich Thomas, Romeo sowie die Supporter Stephanie und Sladjana an der Rennradstrecke um Fernando anzufeuern. Dank dem Livetrack weiss Stephanie stets über den genauen Standort von Fernando Bescheid. Fernando hat bereits Plätze gutgemacht und taucht an Dritter Position der Männerstaffel auf, rauscht mit hoher Geschwindigkeit und einem Lächeln im Gesicht vorbei. Im Anstieg zur Grossen Scheidegg tritt Fernando mit viel Kraft und hoher Kadenz in die Pedale um den Rückstand auf das vordere Team zu verringern. Die Abfahrt meistert er mit Bravour und trifft nach 3:35.40 h Fahrzeit auf Rang 3 in der Wechselzone in Grindelwald ein und übergibt den Chip an Thomas auf dem Mountainbike.


Thomas nimmt die Mountainbikeroute (30km, 1180 hm) mit etwas mulmigem Gefühl in Angriff zumal er die steilen Rampen ganz oben kennt und auch über etwaige Kühe am Wegesrand Bescheid weiss. In den «Lenkerbeissen» ist angesagt und nimmt daher die Schönheit der Eigernordwand gar nicht wahr. Romeo begibt sich in der Zwischenzeit nach Stechelberg um einzulaufen. Die Abfahrt auf der kiesigen Forststrasse erfordert von Thomas volle Konzentration. Kurz nach Wengen wächst Thomas über sich hinaus und überholt einen weiteren Konkurrenten in einer technisch anspruchsvollen Wurzelpassage und lässt ihn nicht mehr aufschliessen. Wie entfesselt fährt er in Stechelberg in einer Zeit von 01:37.24 auf Rang 2 liegend ein. Er übergibt den Zeitmesser an Romeo.


Romeo startet mit einer hohen Pace auf den ersten 4 km. Den Rückstand von 7 min auf das in Führung liegende Team ist ihm bekannt. In Lauterbrunnen nimmt Romeo etwas Geschwindigkeit heraus um sich zwischen den Touristen auf der Strecke hindurch zu schlängeln und um sich auf die Steigung vorzubereiten. Die Steigung ist gleichmässig auf Asphalt und Kieswegen. Romeo findet einen guten Rhythmus (konzentriert sich auf sich selber) und überholt immer wieder Athleten. Allerdings achtet er nicht auf deren Startnummer und somit nicht auf deren Kategorie. (nun auf Rang 1 laufend). Später verläuft der Wanderweg kurz sehr steil und technisch, später wieder im Wechsel von Auf und Ab auf Forstwegen nach Mürren. Nach 17 km, ca. 800 hm in 1:19,33 h wird er mit grossem Jubel von seinen Teammitgliedern Eric, Fernando und Thomas empfangen und alle laufen gemeinsam über die Ziellinie. Es ist der Sieg des «Rhone Triathlonteams» in der Kategorie Herren in einer Gesamtzeit von 7:29,59 h.


Mit Jubeln, Interview mit Radio BEO, Fotosession der Organisatoren, Supportern und einer schönen Siegerehrung geht ein sportlicher und kollegialer Event zu Ende.


Verfasst von Romeo Imhof am 22. August 21


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